Sehr kurzfristig entschied ich mich für den Start bei der Duathlon World Series in Weyer, wo auch die österreichischen Meisterschaften ausgetragen wurden.

Die Entscheidung, ob ich nun starten sollte oder nicht, viel mir sehr schwer. Da das große Saisonziel, die 70.3 Ironman World Championshios in Zell am See war, durfte zu diesem Zeitpunkt auf keinen Fall mehr zu viel riskiert werden. Eher müde und mit dem Hintergedanken, nur einen schnellen Trainingslauf zu machen, um dann wieder auszusteigen, ging ich am Sonntag um 11:10 Uhr ins Rennen.

Fast den kompletten ersten Laufsplit konnte ich mit Susanne Svendsen und Sandrina Illes mitlaufen, was mich natürlich sehr motivierte. Am Rad fing ich für meine Verhältnisse sehr verhalten an, da mir die 10 Laufkilometer wohl doch mehr in den Beinen lagen als das gewohnte Schwimmen zu Beginn eines Triathlons. Ich konnte mich aber von Runde zu Runde steigern, Sandrina Illes bereits in der zweiten Radrunde einholen und auch gleich an ihr vorbeigehen. Am Ende des Radsplits hatte ich gut 4,5 Minuten Vorsprung auf die zweite Österreicherin herausgefahren und konnte halbwegs entspannt die zweiten zehn Laufkilometer angehen. Ich versuchte, mit Hirn zu laufen und, so gut es ging, Körner für die bevorstehende Weltmeisterschaft in Zell am See zu sparen. Natürlich hatte ich auch die Laufstärke von Sandrina Illes im Hinterkopf und so wusste ich, dass ich auch nicht zu viel taktieren und mich auf meinem Vorsprung ausruhen darf.

Im Ziel war die Freude über den 2. Gesamtrang und meinen ersten österreichischen Staatsmeistertitel riesengroß. Die Bundeshymne bei der Siegerehrung zu hören, war der perfekte Abschluss eines erfolgreichen Tages.