Da ich nun auch in der Saisonpause angekommen bin, ist es an der Zeit, zurückzublicken und ein Resümee der diesjährigen Saison zu ziehen.

Bereits Anfang des Jahres bei den Niederösterreichischen Landesmeisterschaften im Crosslauf in der Südstadt deutete alles auf eine vielversprechende Saison hin. Dank Platz 2 hinter Julia Millonig war ich mit meiner Wintervorbereitung sehr zufrieden. Nach einem tollen Trainingslager auf Mallorca zu Ostern erwartete ich mir beim Halbmarathon in Wien natürlich eine neue persönliche Bestzeit. Doch es kam anders als gedacht, denn dieser Wettkampf machte mir einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Eine Allergie führte dazu, dass ich viel zu wenig Luft bekam, was schlussendlich zu einem DNF führte. Mein drittes DNF innerhalb der letzten vier Rennen über die Halbmarathondistanz verunsicherte mich doch etwas. Dementsprechend verunsichert startete ich Anfang Mai in Obergrafendorf in die Triathlon-Saison. Das an diesem Tag vorherrschende „Sauwetter“ mit Kälte und Regen motivierte mich überhaupt nicht. Trotzdem konnte ich ein gutes Rennen abliefern und den ersten Triathlon der Saison auf dem 2. Gesamtrang beenden. Einige Wochen später durfte ich beim Stadtlauf in Waidhofen/Ybbs einen Heimsieg feiern, die mir immer sehr viel bedeuten.

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Ende Mai stand der Österreichische Frauenlauf auf dem Programm, bei dem ich eine neue persönliche Bestzeit über 5000m laufen wollte – mit einer Zeit von 17:20 Minuten blieb ich schlussendlich sogar 10 Sekunden unter meiner angepeilten Zeit. Der Misserfolg vom Halbmarathon war somit wie weggeblasen und voll motiviert startete ich Anfang Juli bei den Österreichischen Triathlon-Staatsmeisterschaften über die Sprint-Distanz. Eine deutlich verbesserte Schwimmzeit gegenüber dem Vorjahr, die beste Radzeit aller Damen und ein leider nur mittelmäßiger Lauf reichten am Ende zu Platz 4 in der Damenwertung. Sehr schnell war mir wieder klar: „Windschattenrennen werden nie meines werden.“

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Nach einer kleinen Pause Richtung Schulschluss war nicht nur mein erstes Dienstjahr als Lehrerin geschafft, auch einer der schönsten Heimbewerbe, der Mostiman in Wallsee, stand auf dem Programm. Ich plante aufgrund meiner Vorbereitung auf die 70.3 Ironman World Championship in Zell/See einen Doppelstart mit Sprint-Bewerb am Samstag und Start über die olympische Distanz am Sonntag. Am Samstag stieg ich zum ersten Mal überhaupt als erste Dame aus dem Wasser. Mit Fortdauer des Rennens konnte ich meinen Vorsprung noch weiter ausbauen und mir so den Landesmeistertitel sichern. Am Sonntag musste ich mich mit Rang 2 über die olympische Distanz zufrieden geben. Simone Fürnkranz war an diesem Tag außer Reichweite, weshalb ich mit diesem Ergebnis auch sehr zufrieden war.

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Nach einem guten Trainingssommer beschloss ich spontan, auch bei den Österreichischen Meisterschaften im Duathlon an den Start zu gehen. Nach einer sehr guten Leistung beim Ausee Triathlon (neue PB, unter 18 min, über die 5000m in Triathlon) hatte ich eine Zeit lang mit starken Verspannungen im Rücken zu kämpfen. Trotz allem ging ich nur eine Woche später in Weyer an den Start. Unsicher ob mein Rücken der Belastung Stand halten wird, lief ich die ersten 10 km sehr zügig an. Von Minute zu Minute lief es besser. Am Rad konnte ich die bis dahin führende Sandrina Illes überholen, diesen Vorsprung lies ich mir auch beim abschließenden Lauf nicht mehr nehmen und konnte mir somit meinen ersten Staatsmeistertitel sichern.

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Auf dieses unbeschreiblich tolle Wochenende folgte ein noch besseres. Zell am See war heuer der Austragungsort der 70.3 Ironman World Championship. Trotz umfangreicher Vorbereitungen stieg bis Sonntag die Nervosität dann doch erheblich an. In der letzten Welle um 12:05 ging ich ins Wasser, wo ich mein Ziel, unter 30 Minuten zu schwimmen, knapp nicht erreichte. Am Rad konnte ich meine Stärke voll und ganz ausspielen und meine Platzierung von Position 31 nach dem Schwimmen auf Zwischenrang 8 verbessern. Der abschließende Lauf verlangte mir alles ab, was sich letztendlich lohnen sollte. Denn im Ziel durfte ich mich als Drittplatzierte in meiner Altersklasse feiern lassen. Nie hätte ich mir einen Stockerlplatz bei der Weltmeisterschaft erwartet.

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Bevor ich mich jedoch in die Saisonpause verabschiedete, stand noch die Österreichische Meisterschaft über 10 km im Straßenlauf in Amstetten auf dem Programm. Auch dieser Tag sollte zu einem der besten der heurigen Saison werden. Mit einer deutlichen neuen persönlichen Bestleistung von 35:13 Minuten bin ich überglücklich und bin nun davon überzeugt in Zukunft auch einmal unter 35 Minuten laufen zu können.

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Die Saison war lange, sehr trainingsintensiv und aufgrund meiner beruflichen Umstände nicht immer einfach zu organisieren. Hier möchte ich an erster Stelle meiner Familie, meinen Eltern und meinem Freund Markus danken, die mich tagein tagaus unterstützten und mir optimale Rahmenbedingungen für solch tolle Leistungen geschaffen haben. Ein großes Dankeschön auch meinem Trainer Heinz Planitzer, der den Trainingsplan optimal auf mich abstimmte, Belastung und Erholung ideal einplante und immer wieder ein offenes Ohr für mich hatte. Belastung trotz Allergie machte mein Hausarzt, Thomas Huemer, möglich, der mich immer wieder auf Vordermann brachte, wenn die Gesundheit einmal nicht mitspielte.
Ohne Material geht es natürlich auch nicht: Hier danke ich der Firma Radsport Lietz für die unzähligen Stunden, die ihr „montierend“ oder „servicierend“ an meinem Rad verbracht habt und der Firma Harreither für die tolle finanzielle Unterstützung. Für das Training in den Wintermonaten ist ein Fitnessstudio für Triathleten sehr wichtig. Danke an Martin Freudenschuss und seinem Team, speziell Wolfgang in Waidhofen, für die Trainingsmöglichkeit im Energy Fitness.
Last but not least möchte ich noch ein Danke an meinen Verein, die Sportunion Waidhofen/Ybbs aussprechen, der mir durch Startgeldrefundierungen, Ausrüstung usw. immer wieder unter die Arme greift.