Schon zum 7. Mal ging am 10. Juli in Wallsee der Mostiman über die Bühne. Sehr heiße Temperaturen machten den Triathlon über die Olympische Distanz für die Sportlerinnen und Sportler zur Hitzeschlacht.

 

Für mich ist der Bewerb als Lokalmatadorin im Mostviertel jedes Jahr etwas Besonderes. Da die letzten Trainingswochen aufgrund hartnäckiger Muskelverhärtungen im Knie nicht optimal verlaufen sind, wollte ich den Bewerb als Test nutzen, um zu schauen, inwieweit mein Bein bereits wieder belastbar ist. Aufregung und Unsicherheit waren vor dem Start somit noch größer als sonst.

 

Um 11:00 Uhr fiel dann endlich der Startschuss und ich versuchte beim Schwimmen so hart wie möglich zu schwimmen. Mir war klar, dass das nicht einfach werden würde, da mir die harten Schwimmeinheiten dieses Jahr fehlen. Aufgrund der intensiven Laufvorbereitung im Winter habe ich die Schwimmeinheiten stark gekürzt und wenn doch einmal geschwommen wurde, dann meist nur zur Regeneration. Die erste von zwei Runden funktionierte ganz gut, dann spürte ich aber doch, dass meine Arme die harten Züge nicht so gut verkraften. Nach 26 min waren die 1,5 km (man vermutet, dass es doch etwas mehr waren) dann endlich geschafft und nach einem schnellen Wechsel – nämlich den schnellsten!!! aller Teilnehmer – ging es aufs Rad.

 

Die geniale Stimmung am ersten Berg ließ die brennenden Beine für kurze Zeit vergessen. Doch etwas deprimiert von der meiner Meinung nach niedrigen Geschwindigkeit, die mein Garmin anzeigte, fuhr ich so hart wie möglich weiter. Am Parlamentsberg konnte ich 3 Damen vor mir erkennen, die ich dann am Ende des Berges auch schon eingeholt hatte. Zu meiner großen Freude handelte es sich hier um die 2.-, 3.- und 4.-Platzierte. Nun mit etwas mehr Motivation und Zuversicht ging es weiter und ich konnte nach dem Radfahren als 2.  Dame, allerdings nur mit wenigen Sekunden Vorsprung, in die Laufschuhe wechseln.

 

Normal freue ich mich bei dem Bewerben auf den abschließenden Lauf, heute war ich sehr unsicher, was mich auf den 10 Kilometern erwarten würde. Ich musste mir ehrlich eingestehen, dass in den letzten 8 Wochen beinahe kein Lauftraining möglich war. Da Simone Fürnkranz ebenfalls als sehr gute Läuferin bekannt ist, musste ich zumindest versuchen, ein flottes Tempo wegzulaufen. Ganz anders als erwartet schwebte ich beinahe über die Laufstrecke. Die Runden vergingen wie im Fluge und mein Vorsprung wurde von Kilometer zu Kilometer größer. Nach einer Laufzeit von 37:50 Minuten über die 10 Kilometer erreichte ich als 2. Dame überglücklich das Ziel.

 

Die Freude im Ziel war groß, größer als bei den vergangen Bewerben. Ich wusste nun, dass ich topfit bin und mein Fuß wieder belastbar ist. Ich freue mich nun auf den Powerman Duathlon in Weyer, bei dem wie im letzten Jahr die Österreichischen Meisterschaften im Duathlon über die Langdistanz ausgetragen werden.