“Bumbum bumbum bumbum …… on your marks……”

…. vor 2 Wochen hätte ich noch nicht gedacht, dass ich diese Worte als Athlet beim Mostiman in Wallsee heuer hören werde.

Nachdem das Rätsel um meinen Fuß nun gelöst war, entschied ich mich kurzfristig, doch beim Mostiman an den Start zu gehen. Als Lokalmatadorin aus dem Mostviertel ist der Triathlon in Wallsee schon etwas Besonderes für mich. Am Samstag war ich bereits als Trainerin meiner Kindergruppe der RATS Amstetten im Einsatz. Die Kleinen erkämpften tolle Platzierungen und legten mir schon einiges vor.

Am Sonntag war mir die Nervosität ins Gesicht geschrieben. „Was werde ich wohl zusammenbringen?“, fragte ich mich immer wieder. „Was können meine Gegnerinnen?“, ging es mir durch den Kopf.

Mit dem Startschuss waren jedoch alle Grübeleien vorbei und es ging los auf die 1500m im Donau Altarm. Da wir Damen heuer in der letzten Startwelle ins Wasser geschickt wurden fühlte ich mich beim Schwimmen heuer ein wenig wie in einer Waschmaschine mit Schleudergang. Unruhe, viele Arme und Beine, die wild umherschlugen, dauernd schluckte ich Wasser, Kämpfe um jede Boje,….. doch nach 22 Minuten war dieser Spuk Gott-sei-Dank vorbei. Leicht angeschlagen ging es in die Wechselzone zu meinem Rad. Als ich dort auch Sylvia Gehnböck und Simone Kumhofer erkennen konnte, machte mein Herz einen kleinen Sprung, „so schlecht bin ich also nicht geschwommen“.

Am Rad ging es am Hartbreak-Hill gleich voll zur Sache. Bergauf konnte ich mit den zwei starken Radfahrerinnen noch mithalten, bergab verlor ich dann aber leider den Anschluss. Ich versuchte, so hart wie möglich zu treten, quälte mich wirklich vom ersten bis zum letzten Kilometer. Bergauf konnte ich meine Stärke gut ausspielen und einige Athleten hinter mir lassen. (Anm. Wenn man den Parlamentsberg im Training 15 Mal hinauffährt kann er ja 2 Mal kein Problem sein 😉 ) An 5. Stelle erreichte ich dann aber doch ziemlich angeschlagen und müde wieder die Wechselzone.

Das, was ich trainiert hatte war somit vorbei und es ging an die für mich unsicherste Disziplin an diesem Tag, das Laufen. Diese Situation war für mich neu, da ja das Laufen eigentlich meine stärkste Disziplin darstellt. Da ich die letzten 5 Monate so gut wie kein ordentliches Lauftraining absolvieren konnte, war ich beim Weglaufen dementsprechend unsicher. Wunder durfte ich mir nicht erwarten, das wusste ich, da ich ja doch erst seit 2 Wochen wieder einigermaßen schmerzfrei laufen konnte.

„Puh, schwere Beine“, war mein erster Gedanke, raus aus der Wechselzone. Solange ich jedoch schmerzfrei blieb, versuchte ich mich zu quälen so gut es ging. Bereits in der ersten Runde konnte ich an Sylvia Gehnböck vorbeigehen, was mich motivierte. Platz 4 !!! Yess!!! In der zweiten Laufrunde ging es dann auch richtig gut, schmerzfrei und schon fast wieder ein bisschen so wie früher. Als ich dann auch noch Simone Kumhofer unweit vor mir erkennen konnte, konnte ich den 3. Platz quasi schon riechen. In einem guten Tempo ging ich an ihr vorbei und brachte nach einer doch mühsamen letzten Laufrunde den 3. Platz und somit den Vizestaatsmeistertitel ungefährdet ins Ziel. Unglaublich, wie ich dieses Gefühl vermisst habe. Völlig fertig, überglücklich und – das allerwichtigste – schmerzfrei, freute ich mich über mein sensationelles Comeback.

22:33 Schwimmen

1:02,51 Rad

37:43 Laufen