Nach meinem ganz zufriedenstellenden Wiedereinstieg im Sommer ist es rund um meine Person wieder sehr ruhig geworden. Motiviert war ich, große Ziele hatte ich für den Herbstmarathon und ja, auch meine Erwartungen waren hoch. Frankfurt hätte es wieder werden sollen, gemeinsam mit meinen Trainingskollegen einen tollen Marathon laufen, DAS wär der Plan gewesen. Nach meinen tollen Trainingsmonaten Juli und August war ich wieder motiviert und ich fühlte mich bereit für ein hartes Marathontraining bis zum 29.10.2017. Die ersten spezifischen Trainingswochen im September verliefen auch wirklich gut, weshalb ich mein Ziel „Herbstmarathon“ fixierte.

Das erste Herbsthighlight der 1. Kinderhilfelauf in Amstetten war nicht nur für die Veranstalter, sondern auch für mich der volle Erfolg. Eine lockere 35er Zeit nach zwei sehr umfangreichen Wochen stimmte mich positiv. Ich saugte die tolle Stimmung dort nur so auf und ja, ich freute mich wieder auf mehr.

An dieser Stelle möchte ich dem Team rund um Reinhard Gruber, Daniel Punz und Christian Gangl noch einmal zur tollen Veranstaltung gratulieren. „Ihr sats a Waunsin!“

Als ich am Montag nach dem erfolgreichen Laufwochenende aufwachte war jedoch alles anders. Kopfschmerzen, verschlagene Ohren à meine Nebenhöhlen meldeten sich zu Wort und waren offensichtlich mit meinen Zielen nicht so ganz einverstanden. „Egal, positiv bleiben, ein paar ruhige Tage und das wird schon wieder“, versuchte ich mich zu motivieren.

Leider wurde es nicht so schnell wieder. Nach vier Wochen mit Beschwerden war klar, dass der Herbstmarathon mal wieder nicht sein soll. Doch es musste die Ursache für die dauernden Probleme in meinen Nebenhöhlen gefunden werden. Erster Gedanke, die Weisheitszähne müssen raus. So kam es auch.

Ohne Weisheit startete ich nun nach 2 Wochen kompletter Trainingspause (Puh war das lange, keine Ahnung wann es das das letzte Mal gab!) wieder mit leichtem Training. Eine weitere Nebenhöhlenentzündung 3 Wochen später zwang mich leider noch einmal zur Pause. Nachwehen von der OP? Die Wetterumstellung? Angeschlagenes Immunsystem aufgrund der schon überfälligen Weisheitszähne? Ich weiß es nicht genau. Wahrscheinlich von allem etwas.

Gott-sei-Dank geht es aber nun bergauf und mein Körper wird von Woche zu Woche nun auch wieder belastbarer.

Am 7.12.2017 wurde mir aufgrund meiner Staatsmeistertitel 2015 und 2016 das Sportehrenzeichen in Bronze des Sportlandes Niederösterreich verliehen, was mich natürlich sehr stolz macht.

Wenn ich 2017 etwas gelernt habe, dann ist es wohl, auch öfter auf meinen eigenen Körper zu hören, anstatt den Trainingsplan durchzuziehen. Hartes Training ist viel einfacher als sich mal eine Pause zu gönnen, die einem aber oft sehr viel weiterbringt.

Das Sprichwort „wenn du es eilig hast, gehe langsam“, stimmt auch im übertragenen Sinne für uns Sportler. Große Ziele sind wichtig und verlangen viel Willenskraft und Motivation aber auch die nötige Portion Ruhe und Geduld, den man kann einen Erfolg erzwingen.

Und 2018?

Neue Saison, neue Ziele, neue Motivation!

Ich freue mich darauf!